Geschichte Rügen: Faszination und Schicksal

Rügens Geschichte beginnt bereits vor dem 3. Jahrhundert. Kaum vorstellbar, aber auch zu dieser Zeit fanden sich schon die ersten Bewohner auf der Insel. Diese wurden Rugier genannt. Doch in der Zeit vom 3. Bis 6. Jahrhundert verließ dieses Volk die Insel, um nach Süden zu wandern. Warum sie das taten, ist bis heute aber nicht geklärt. Denn Rügen war zur damaligen Zeit sicherlich auch schon ein schönes Fleckchen Erde. Es soll eine Zeit gegeben haben, in der Rügen kaum bewohnt war. Das änderte sich jedoch vom 7. bis 13. Jahrhundert. In dieser Zeit kamen die Ranen und besiedelten die Insel. Zu dieser Zeit entstand auch die Slawenburg auf dem Rugard in Bergen. Die Insel war nun nicht mehr entvölkert, sondern bot die Grundlage für das Leben, das die Ranen gesucht hatten. Im 10. Jahrhundert wurde die Insel Rügen erstmals genannt. Und zwar in den Berichten des Chronisten Adam von Bremen. Doch lange blieb es nicht ruhig auf der Insel. Denn 1168 kamen die Dänen und eroberten die Insel Rügen. Der Einzug der Dänen auf die Insel brachte auch einige Veränderungen mit sich. So wurde ab diesem Zeitpunkt die Insel christianisiert. Ein Ferienhaus auf Rügen konnte zur damaligen Zeit sicher nicht gemietet werden, dafür wurde 1193 aber das Zisterzienserrinnenkloster in Bergen gegründet. In Bergen findet sich auch heute noch die Marienkirche. Und dieses Gotteshaus ist wirklich etwas ganz Besonderes. Es handelt sich hierbei um den ältesten erhaltenen Sakralbau, den man auf Rügen finden kann. 1319 wurde dann auch die Stadt Garz erstmals in schriftlicher Form erwähnt. Somit ist Garz auch die älteste Stadt, die wir auf Rügen finden können. Wenn wir heute über die Insel fahren, ist es kaum vorstellbar, dass es die ganzen Orte und Städte zur damaligen Zeit nicht gegeben haben soll.
Die zweite Stadt wurde dann 1613 gegründet. Hierbei handelte es sich um Bergen, die heutige Kreisstadt der Insel. 1621 kam es jedoch zu einer großen Katastrophe und die Stadt Bergen wurde fast komplett zerstört.

Noch mehr Schicksalsschläge für Rügen

Die Bevölkerung von Rügen kam jedoch nicht zur Ruhe. In der Zeit von 1628 bis 1631 wurde Rügen von den Dänen, Schweden und von den Truppen Wallensteins besetzt. Es kam zu Plünderungen und Verwüstungen. Ab 1637 unterstand Rügen Schweden. Das zog auch mit sich, dass im 17. Bis zum 18. Jahrhundert der Großteil der Bevölkerung der Insel Rügen zur Leibeigenschaft gezwungen wurde. Diese wurde dann 1774 aufgehoben.

1810 wird Putbus von Wilhelm Malte I. gegründet. Fünf Jahre später gehört Rügen zu den Preußen. Damit die Schifffahrt, die für Rügen zur damaligen Zeit eine wichtige Rolle spielt, sicherer wird, erfolgt die Erbauung des ersten neuzeitlichen Leuchtturms 1826 am Kap Arkona. Verbunden wurde Rügen mit dem Festland durch den Rügendamm, der 1936 fertiggestellt wurde. Dieser wurde im Zweiten Weltkrieg aber gesprengt. Auch sonst hatte der Zweite Weltkrieg auf Rügen einige Spuren hinterlassen. Einige davon sind auch heute noch zu sehen. Doch mit dem Jahr 1949 erblühte Rügen in einer Schönheit, die auch heute noch zu erkennen und vor allem zu spüren ist.